Blickfeld wird eingeengt

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Röhre Angst raubt die Energie
 Negativ bewertete Faktoren werden mehrfach überbewertet
 Chancen und Freude werden nicht (mehr) wahrgenommen

 Quälen Sie sich nicht unnötig, Angst löst sich mit guten Beratern

Eigentlich könnte man meinen:
a) ein Vermögensverlust wäre einigermaßen leicht zu verkraften,
b) auch nach der Vermögensverwertung eine Restschuldquote zu zahlen, brächte das Leben nicht in Gefahr,
c) bitter erscheint, wenn durch langes Anhaften die Gesundheit in die Knie geht,
d) aber ein auf sich selbst bezogener „Gesichtsverlust“, wegen unvernünftigem Festhalten an äußeren Dingen, erscheint hart.

Eine Verhaltensstudie belegt: In gestauten Konfliktsituationen mit negativ bewerteten Alternativen steigt die Last des (zu vermeidenden) Konfliktes für den Betroffenen bis zur körperlichen Belastungsgrenze.

Besonders betroffen erscheinen von der vermeintlichen "Scham einer Insolvenz" Innungsmeister und Unternehmer im öffentlichen Rampenlicht. Freunde helfen dann kaum und die gegenseitige "Verifizierung" von Verhalten und "Lösungsansätzen" versagt meistens.

Grundsätzlich kann man drei Ebenen der Erkenntnisbildung erkennen:
a) primäres Wissen        (z. B. Gravitation)
b) sekundäres Wisse     (z. B. Straßenverkehrsordnung)
c) tertiäres Wissen         (z. B. die Schauspieler vor 25 Jahren)

Der psychische Druck wird ungesund (Krankheitsursache), wenn die Probleme unlösbar erscheinen. Das ist aber meist nur eine Frage der Wahrnehmung und der Erfahrung im Umgang mit Alternativen.

Eine Überkonzentration des Betroffenen auf die bedrohenden Faktoren, lässt diese übermächtig erscheinen. Er nimmt das Umfeld nicht mehr richtig wahr. Das Blickfeld engt sich schrittweise ein.

Als ReSTART-Begleiter wissen wir: Die selektive Wahrnehmung in der Krise findet überwiegend im Feld der erlebten Bedrohung statt. Ein ursprünglich erkundungsgesteuertes Vorgehen weicht einem angstgesteuerten Verhalten. Schließlich lässt jeder Anruf der Bank oder eines Lieferanten den Unternehmer hochschrecken. Er nimmt Unangenehmes bereits vorweg, obwohl sich später meist herausstellt, dass es sich lediglich um Tagesangelegenheiten handelt. Diese Einengung verursacht höchsten Stress. Findet der Unternehmer dafür kein Ventil, wächst die Gefahr der dynamischen Einengung, die ausweglos erscheint.

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