Lähmungen auflösen, aber wie? 

Die vornehmste Aufgabe eines Sanierers besteht darin, die Angst
und die Scham vor einem Insolvenzverfahren zu reduzieren.

Der Ausgang einer Sanierung wird in der treffenden Strategie entschieden, nicht im Kampf! Die Ursachen, und Umstände  spiegeln sich in einer Liquiditätsnot als Wirkung. Die Diagnose und die Wege aus der Lähmung sind zwar in diesem Buch verständlich beschrieben, jeder Fall hat jedoch seine Eigenheiten. Die Kunst, eine treffende Strategie zu finden, liegt in der Interpretation der Erscheinungen und der Strukturen, dazu braucht es Erfahrung. Ein Forschungsprogramm in der realen Sanierung.

 

"Keine körperliche Krankheit schmerzt so sehr, wie die Last von  Schulden, die man nicht mehr bedienen kann." (Unternehmer)

 

Ein Erstgespräch mit dem Autor ist kostenlos. Manche sagten dann: „Nach dem Erstbesuch bei Hüthmair habe ich erstmals seit Wochen durchgeschlafen.”  (Unternehmer am nächsten Tag)

 

Gesprächinhalte sind bei uns streng vertraulich. Dr. Hüthmair persönlich - Mail: huethmair(at)restart.at

 

Von der Diagnose zur Strategie

Diagnose

Es sehen erfahrene Sanierungsbegleiter die Potentiale zur Sanierung, die gestrandete Unternehmer selbst meistens nicht mehr erkennen!
Eine treffende Diagnose für solche komplexe Situationen braucht Erfahrung aus erfolgreicher Praxis! Wer selbst Teil des Systems ist, sieht die Pfade aus der Lähmung kaum. Die Angst engt das Blickfeld enorm ein, am Beispiel: "das Kaninchen vor der Schlange". Relevante Optionen riecht man.

Alternativen

Alternativen und Optionen eröffnen sich, wenn man Erfahrung einbringt. Neues Geld gilt als Hebel, um den Engpass zu überwinden. 

Bei unseren Begleitungen gab es viele außergerichtliche Regelungen, wenn günstige Strukturen der Gläubiger gegeben sind (Anzahl, Bürokratie). 

Auch Bürgen und Sicherheiten der Kredite sind in einer Regelung zu erfassen. Z.B. Forderungen der Gläubiger zu einem Quotenbetrag ankaufen.

Strategie

Eine gerichtlich überwachte Entschuldung benötigt oft ergänzend die Sanierung der Erträge. Das beginnt bei der Motivation der Mitarbeiter.

Die Liquidität nach der Entschuldung ist der Engpass, weniger die Zustimmung zum Sanierungsplan mit 2 Jahren Frist.

Die qualifizierten Mitarbeiter in der Sanierungsphase halten zu können braucht Offenheit. Eigentümer geführte Firmen brauchen einen Regisseur, um Gewohnheiten zu hinterfragen.

Drehbuch

Die Kunst des Drehbuchschreibens bei einer Sanierung 
Forschungsprogramm zu Liquidität, Ertrag, Positionierung und Führung

Ein Regisseur gestaltet die Akte und Übergänge der Phasen - wie im Film.

 

Ein Erstgespräch verdeutlicht es, kostenfrei im Büro von Restart.

 

a) Existentielle Bedrohungen rasch abwenden,  

b) Gläubigergleichbehandlung strukturell einrichten

c) Das pfandfreie Vermögen und die Entschuldung ermitteln

d) Entschuldung, gerichtlich überwacht - oder frei vereinbart

e) Liquidität für Quote und nach der Entschuldung sichern
f) Mitarbeiter früh in die Reorganisation einbinden

g) Medienarbeit, die Information zu einer Sanierung aktivieren 

h) Erträge sichern, Kundenbeziehungen pflegen

 

Eine Sanierung bedarf eines Plans, eines Drehbuchs, wie man aus einem Insolvenzverfahren wieder herauskommt. Nur ein Verfahren zu beantragen, ohne Plan sich den Gläubigern zu ergeben, ist selten hilfreich.

 

Eine tragende Strategie kommt meist nach einigen Tagen in den Sinn, oft am frühen Morgen bevor das Denken einsetzt, erscheint ein klares Bild, manche nennen es "Luzides Träumen". Hohes Bewusstsein erfasst auch die Ursachen und Umstände umgeleitet erscheinender Konfliktaustragungen der Symptome.

 

Bei einer Zahlungsstockung oder Überschuldung bedarf es einer tauglichen Strategie, um der Lähmung zu entkommen! Oft bedarf es eines Schuldenschnittes, um die "Last der Schulden" abzuwerfen? Im Buch "Restart" ist es differenziert beschrieben, man muss rückwärts planen, um künftige Rückschläge abzuwenden.

 

Ein zentraler Mechanismus der sogenannten Wahrnehmung

Wahrnehmung ist nicht bloß ein passives Aufnehmen von Reizen über die Sinnesorgane, sondern ein aktiver, interpretativer Prozess:

 

a) Selektion: Aus der Fülle der Sinneseindrücke filtert unser Gehirn nur jene Informationen heraus, die als „relevant“ erscheinen. Diese Relevanz orientiert sich stark an unseren Erwartungen, Zielen und bisherigen Erfahrungen.

 

b) Interpretation: Das, was wir wahrnehmen, wird in vorhandene Deutungsmuster eingeordnet. Dadurch entsteht das „Gefühl“ von Bedeutung und Sinn. Wir erkennen nur, was wir kennen!

 

c) Bestätigung (confirmation bias): Unser Gehirn neigt dazu, Wahrnehmungen so zu deuten, dass sie bestehende Überzeugungen und Vorurteile bestätigen. Unerwartetes oder Widersprüchliches wird oft übersehen, verdrängt oder umgedeutet.

 

Im Fukus der Unteernehmer auf Konfliktherde führt zu eingeschränkter Negativselektion, einem gewissen „selbstverstärkenden Kreislauf“, jedoch von Angst gesteuert (G. Hüther). Die Erwartungen steuern, was wir wahrnehmen – und die Sinneseindrücke wiederum verstärken die Erwartungen. Wir erkennen nur was wir kennen. Ein erfahrener Sanierungs-Regisseur steigt in die von Unwissenheit getriebene Negativspirale der Angst nicht ein und lenkt es zu Kopf hoch mit treffender Strategie. Es gibt keinen objektiven Grund für Angst oder Scham!

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